Navigation überspringen:
zu den Inhalten
Johann Georg Justus Perthes (1749-1816)
Verlagsgeschichte

Das Perthesforum Gotha

Der Weg zum 'Perthesforum'

  • Ab 2003:

    Nach der Übernahme der Sammlung Perthes durch den Freistaat Thüringen belegen diese umfangreichen Bestände - nun der Forschungsbibliothek Gotha zugeordnet - noch einige Jahre ihre angestammten Flächen in der Justus-Perthes-Straße. Hier wird eine neue, weltweit einmalige Anlage zur Kartenreinigung erprobt. Die rund 185.000 Karten der Sammlung Perthes werden schließlich hier innerhalb von nur rund zwei Jahren gereinigt - ein gewaltiger Kraftakt.
  • Die Stiftung Schloss Friedenstein richtet ebenfalls Depots im historischen Baubestand des alten Verlags ein, um Baufreiheit für die laufenden Renovierungen im Schloss zu bekommen.
  • Erste Überlegungen für eine dauerhafte kulturelle Nutzung des unter Denkmalschutz stehenden Baubestandes werden angestellt. Vergleiche mit anderen Standorten zeigen: die Justus-Perthes-Straße ist für die neuen Konzepte am besten geeignet.
  • Dezember 2007:

    Die Stadt Gotha schließt einen Vorvertrag ab zu den Grundstücken Justus-Perthes-Straße 1-9 (Baujahre ab 1856, überwiegend leerstehend, denkmalgeschützt) und Gotthardstraße 6 (Perthes-Villa, Baujahr 1890, seit 1992 leerstehend, denkmalgeschützt).
  • 31. Dezember 2009:

    Nach langen Verhandlungen zwischen dem Bund, dem Freistaat Thüringen und der Stadt Gotha zur Errichtung des 'Perthesforums' und seiner künftigen Nutzung wird der Vertrag rechtskräftig.
  • 2. Februar 2012:

    Nach weiteren Verhandlungen über Nutzungen und Finanzierung wird am künftigen Perthesforum der der Startschuss gegeben für die umfangreichen Baumaßnahmen auf der "größten Kulturbaustelle Thüringens", die im Frühjahr 2015 abgeschlossen sein sollen.
  • Die Website der Stadt Gotha dokumentiert seitdem anschaulich die Historie des Baubestandes und den aktuellen Baufortschritt (mit Plänen, historischen Abbildungen sowie monatlich aktualisierten Kurzbeschreibungen, dazu Fotos der Baustelle).
  • Juli 2012:

    Die 'Perthes-Villa' wird nach rund 20 Jahren Leerstand abgerissen. Alle Nutzungskonzepte seit der Wende haben sich als nicht tragfähig erwiesen.
  • Ab 2015:

    Das Perthesforum Gotha dient als Zentraldepot der Stiftung Schloss Friedenstein, für wesentliche Bestände der Forschungsbibliothek Gotha und des Thüringischen Hauptstaatsarchivs, und es schließt die Perthes-Sammlung am historischen Ort in Gotha ein. Ehemalige Räume des Verlages wie z.B. der "Ahnensaal" werden für Vorträge und Präsentationen der Sammlung Perthes genutzt.
  • Zur Sammlung Perthes Gotha, ihrer Erhaltung und Erschließung informiert die Forschungsbibliothek Gotha.

Das Haus in der Justus-Perthes-Straße

  • 1785 bis 1953;
    1992 bis 2011:
    Justus Perthes
    Geographische Anstalt Gotha

    mit wechselnden Firmenbezeichnungen
  •  
  • 1856 zieht der 1785 gegründete Verlag erstmals in ein Haus in der damaligen Friedrichsallee ein. In den folgenden Jahrzehnten wird ständig erweitert, an- und umgebaut; dazu werden auch benachbarte Grundstücke erworben.

  • 1930er Jahre: Die Friedrichsallee wird umbenannt in Justus-Perthes-Straße.
  • 1953 bis 1955:
    VEB ("Volkseigener Betrieb") Geographisch-Kartographische Anstalt Gotha
    (Im Januar 1953 entschädigungslos enteignet und zwangsverstaatlicht durch den damaligen "Rat der Stadt Gotha")

  • 1955 bis 1990:
    VEB Hermann Haack Geographisch-Kartographische Anstalt Gotha

  • 1990 bis 1992:
    Treuhandbetrieb Hermann Haack Geographisch-Kartographische Gesellschaft mbH i.G.

  • 1992 bis 2003:
    Justus Perthes Verlag Gotha GmbH, Tochtergesellschaft des Ernst Klett Verlages, Stuttgart

  • 2003 bis 2007:
    Klett-Perthes Verlag GmbH

  • 2008 bis 2011:
    Ernst Klett Verlag GmbH,
    Zweigniederlassung Gotha
    (seit Juni 2011: Bahnhofstr. 3a; dort im März 2016 aufgelöst und zu Klett nach Leipzig verlagert.)

  •  
  • Von 1992 bis 2011 waren viele weitere Mieter im Haus, darunter die Universitäts- und Forschungsbibliothek Erfurt/Gotha mit großen Depotbeständen der Forschungsbibliothek Gotha; die Stiftung Schloss Friedenstein mit Depots; u.a. die Firmen Durable, TVA Langenscheidt, die Tanzschule Gotha sowie last but not least 'The Londoner', der inzwischen (an anderem Standort) eine kulturelle Gothaer Institution geworden ist.
  • Alle Mieter verließen das Haus Zug um Zug, um Baufreiheit für das künftige Perthesforum zu schaffen.
  • Anmerkung:
    Von einer "Industriebrache", wie der Gothaer Oberbürgermeister Knut Kreuch diese lange Vorgeschichte des heutigen Perthesforums öffentlich bezeichnet, kann allerdings keine Rede sein.
  • Zwischen 1992 und 2009 wurden außerdem in den alten Verlagsgebäuden der Justus-Perthes-Straße 1-9 einige Millionen DM investiert, mit Auftragsvergaben fast ausschließlich an Firmen in Gotha und Umgebung.
  • Die Lage des heutigen Perthesforums in Gotha (Google maps)

zum Seitenanfang