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Johann Georg Justus Perthes (1749-1816)
Verlagsgeschichte

Justus Perthes:
Kurzer Abriss der
Verlagsgeschichte
1785 bis 2017

Die Verlagstätigkeit des Hauses Justus Perthes begann im September 1785 mit der Herausgabe des Almanach de Gotha (Gothaischer Genealogischer Hofkalender), international bekannt geworden unter dem Sammelbegriff Der Gotha. Schon zu Beginn gehörten England, Holland, Frankreich, Italien, Rußland, ja sogar Amerika zum Verbreitungsgebiet. Die letzten Ausgaben erschienen 1944. Später konnte 'Der Gotha' nicht mehr weitergeführt werden.

Mit Adolf Stieler und seinem Hand-Atlas über alle Theile der Erde und über das Weltgebäude (ab 1817) verlagerte sich der Publikationsschwerpunkt auf wissenschaftliche Karten, (Schul-)Atlanten und Schulwandkarten. Der Stieler wurde zum Inbegriff für die anerkannt erstklassige Kartographie des Hauses Justus Perthes. 1925 erschienen die "Jahrhundertausgabe" sowie die "Studienausgabe" (mit nur 100 numerierten Exemplaren). Ende 1934 wurde mit einer "Internationalen Ausgabe" begonnen, die den kühnen Versuch unternahm, die Beschriftung jedes Landes in der jeweiligen Landessprache darzustellen. Insgesamt wurde der "Stieler" über 115 Jahre in 112 vollständigen Jahresausgaben verkauft und erlebte zehn Auflagen.

Als Begründer der methodischen Schulkartographie gilt Emil von Sydow. Der Militärkartograph, der an der Erfurter Offiziersschule Geographie lehrte, eröffnete 1838 mit der Wandkarte Asia die Kartenreihe des Schulmethodischen Wand-Atlas. Die bis heute international gebräuchliche physikalische oder physische Farbgebung der Höhenschichten in der (Schul-) Kartographie lässt sich auf Emil von Sydow zurückführen: Blaue Farbtöne für die Meerestiefen, Grün für flaches Land, Gelb bis Rot für Hügelland und Hochgebirge.

In dieser Periode erschienen auch Spruners Historisch-Geographischer Hand-Atlas (ab 1837) sowie Berghaus' Physikalischer Atlas (ab 1838).

Den dritten Schwerpunkt bildete ab 1855 die von August Petermann begründete Zeitschrift "Mittheilungen aus Justus Perthes' Geographischer Anstalt über wichtige neue Erforschungen auf dem Gesammtgebiete der Geographie" (bis heute bekannt als Petermanns Geographische Mitteilungen / PGM; eingestellt erst 2004 im 149. Jahrgang). Diese Zeitschrift wurde in ihrer Epoche zur bedeutendsten deutschsprachigen Fachzeitschrift zur Geographie; sie war das Publikationsmedium der sich entwickelnden Geowissenschaften. Kein Forscher zog in die Fremde, der nicht in Gotha Anregungen erhalten hätte. Als Dank strömten reiche Schätze neu erworbenen geographischen Wissens in Gestalt von Aufsätzen, Zeitschriften, Büchern und Karten zurück, die mit den Grundstein zu Kartensammlung und Bibliothek in der Gothaer Justus-Perthes-Straße legten (heute Externer LinkSammlung Perthes Gotha). Darüberhinaus bildeten Originalzeugnisse der europäischen Landvermessungen und der Erkundung, Vermessung und Kartierung der nicht-europäischen Kontinente und Polargebiete die Basis eines des bedeutendsten Verlagsarchive in Europa.

Die außerordentlich vielfältigen Leistungen von August Petermann im Verlag Justus Perthes Gotha angemessen zu würdigen, sprengt den Rahmen dieser Website.

Neben den bedeutenden Leistungen bei der Herausgabe von Schulwandkarten und -atlanten profilierte sich der Verlag durch wichtige Publikationen für Wissenschaft und Kartographie. Als Beispiel sei Carl Vogels Karte des Deutschen Reiches im Maßstab 1 : 500 000 genannt, die - ab 1893 zu einem grundlegenden Kartenwerk gediehen - bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs erschien.

Ein neuer Abschnitt in der Geschichte des Verlags begann 1897, als Hermann Haack in den Verlag eintrat und seither die Entwicklung der Kartographie bei Justus Perthes maßgeblich bestimmte. Unter der Leitung des wohl bedeutendsten deutschen Schulkartographen wurde ein modernes Schulwandkartenprogramm konzipiert. Vor allem die kräftigen, leuchtenden, auf Fernwirkung abgestimmten Farben prägten - zusammen mit einer außerordentlich plastisch wirkenden Geländedarstellung - das Bild der physischen Schulwand- und -atlaskarten. Der von ihm eingeführte breite schwarze Rand um die großformatigen Schulwandkarten, der die Leuchtkraft der Perthes-Kartenfarben zusätzlich betont, ist bis heute Generationen von Schülerinnen und Schülern vertraut.

1912 gründete Hermann Haack den Verband Deutscher Schulgeographen, dessen Fachorgan der seit 1899 von Haack herausgegebene "Geographische Anzeiger" wurde. Ein weiterer Höhepunkt seines Schaffens war die Jahrhundertausgabe des Stieler, die ab 1925 erschien.

Der Verlag wurde nach 1939 zu einem sog. "kriegswichtigen Betrieb"; hier wurde die Fliegerkarte des Deutschen Reiches bearbeitet. Dem Verlagsinhaber Dr. Joachim Perthes wurde der linientreue Betriebsleiter Johannes Flicek zur Seite gestellt, da Perthes kein Parteimitglied war.

Ein Angebot der amerikanischen Besatzungsmacht im Mai 1945, den gesamten Betrieb (dessen Bedeutung die Amerikaner kannten) nach Westen zu verlagern, lehnte Dr. Joachim Perthes ab. Im Juli 1945 wurde Thüringen von den Sowjets besetzt.

Nach der Teilung Deutschlands im Jahr 1949 und der sich in Folge der 2. Parteikonferenz der SED massiv verstärkenden politischen und wirtschaftlichen Repressionen gegen privat geführte Betriebe und Unternehmen verließen Dr. Joachim und Wolf Jürgen Perthes Ende Dezember 1952 mit ihren Familien die DDR.

(Siehe dazu auch Köhler, Franz - Gothaer Wege in Geographie und Kartographie - VEB Hermann Haack, Gotha, 1987: Seite 474).

Im Januar 1953 folgten sofort die entschädigungslose Enteignung durch den "Rat der Stadt Gotha" unter dem damaligen Gothaer Oberbürgermeister Walter Würriehausen, sowie die Zwangsverstaatlichung.

Dr. Joachim Perthes und sein Sohn Wolf Jürgen Perthes gründeten daraufhin im April 1953 die Geographische Verlagsanstalt Justus Perthes Darmstadt als Rechtsnachfolger des enteigneten Gothaer Verlages.

Den in Gotha verbliebenen, nun "volkseigenen" Verlag unter der temporären Bezeichnung "VEB Geographisch-Kartographische Anstalt [Justus Perthes] Gotha" führte zunächst Hermann Haack weiter. Der DDR-Betrieb wurde im Oktober 1955 in VEB Hermann Haack Geographisch-Kartographische Anstalt Gotha umbenannt.

Neben der fortlaufenden Schulatlas- und Wandkartenproduktion brachten der Haack-Weltatlas und zahlreiche fremdsprachige Ausgaben (so z.B. für Kuba) unter dem Markenzeichen Haack-Gotha dem DDR-Monopolverlag eine gewisse internationale Bedeutung, so in den sog. "sozialistischen Bruderländern". Von 1960 bis 1980 wurde der VEB Haack Gotha von Manfred Weiß geleitet, der als "IM Prager" über 20 Jahre der Stasi zuarbeitete.

In Darmstadt entstanden unter der kartographischen Leitung von Werner Painke, einem Schüler Hermann Haacks, weit über 100 neue Schulwandkarten in 16 Sprachen, mehr als 200 Foliensätze für die Overheadprojektion, viele Diaserien und weitere Lehrmittel, vor allem für die Unterrichtsfächer Geographie und Geschichte.

Parallel dazu wurde die Zusammenarbeit zwischen "VEB Haack Gotha" und "Justus Perthes Darmstadt" von 1953 bis 1992 ohne Unterbrechung fortgeführt. Darmstadt bezog sowohl einzelne Titel wie auch Wandkarten-Teilauflagen aus Gotha zum Vertrieb im Westen und war damit eine wichtige Devisenquelle für den "volkseigenen" DDR-Betrieb.

Wolf Jürgen Perthes (6. Generation) starb schon 1964 im Alter von 42 Jahren. Nach einer familiären Interimslösung wurde die kaufmännische Geschäftsleitung ab 1966 sehr erfolgreich bis Anfang der 1980er Jahre von Gerhard Vaeth wahrgenommen. Stephan Justus Perthes - direkter Nachfahre des Verlagsgründers in siebter Generation - übernahm im August 1980 im Alter von 25 Jahren die Geschäftsleitung, anfangs noch unterstützt von Gerhard Vaeth. Ab 1983 leitete Frieder Gebhardt die Perthes-Kartographie.

Nach dem Fall der Mauer und der Reprivatisierung des Gothaer Verlags, die nach rund zweijährigen Verhandlungen mit der Treuhandanstalt endlich im März 1992 gelang, verkaufte Stephan Justus Perthes im April 1992 das Darmstädter und das Gothaer Verlagshaus an den Externer LinkErnst Klett Schulbuchverlag Stuttgart, um die Kontinuität des Verlags Justus Perthes möglichst auf Dauer zu sichern. Die aus eigener Kraft aufzubringenden Mittel hätten vor allem zur Zusammenführung der Verlagsstandorte wie auch zur langfristigen Weiterentwicklung des damals stark sanierungsbedürftigen Gothaer Stammhauses bei weitem nicht ausgereicht.

Die Aktivitäten der Geographischen Verlagsanstalt Justus Perthes Darmstadt wurden 1994 - nach 41 Jahren - in das Gothaer Stammhaus zurückgeführt. Unter dem Markennamen Klett-Perthes erschienen hier seit 1995 hochwertige geographisch-kartographische Verlagsprodukte: Schulbücher, Lehr- und Lernmittel, Atlanten, Handkarten, Wandkarten, Kalender, wissenschaftliche Lehrbücher und fachdidaktische Publikationen. Neben Lehrmitteln zur Geographie (Wandkarten, Folienmappen, u.a.) wurden weiterhin auch Lehrmittel zum Geschichtsunterricht herausgegeben; Sonderauflagen in vielen Fremdsprachen knüpften an die jahrzehntelangen Erfolge des Hauses auch im Ausland an.

Anfang der 1990er Jahre zogen auch die EDV und computerunterstützte Kartographie sehr schnell in Gotha ein. Der Verlag war damals sehr stolz auf die wohl modernste Privatkartographie in Deutschland, die nach sehr kurzer Einarbeitungszeit produktiv tätig wurde.

Im Juni 1998 zog der Verlagsbereich Geographie / Kartographie (bis 1994 eine Redaktion des Ernst Klett Verlags; seit 1995 als externe Betriebsstätte des Justus Perthes Verlags Gotha geführt), von Stuttgart nach Gotha um. Damit waren alle verlegerischen Aktivitäten der Bereiche Geographie und Kartographie der Verlage Ernst Klett resp. Hermann Haack / Justus Perthes, die bisher in Stuttgart, Gotha und Darmstadt angesiedelt waren, vollständig unter dem Dach des Justus Perthes Verlags in Gotha konzentriert, wie dies schon seit der Übernahme durch Klett im Jahr 1992 einvernehmlich angestrebt worden war.

Im Januar 2003 wurde das gesamte Archiv des Hauses Justus Perthes, bestehend aus den drei Teilbeständen Verlagsarchiv (Firmenarchiv Gotha aus den Jahren 1785 bis 1991, Firmenarchiv Darmstadt aus den Jahren 1953 bis 1994), Bibliothek und Kartensammlung, mit Unterstützung durch die Kulturstiftung der Länder vom Freistaat Thüringen von den Eigentümern Klett und Perthes übernommen. Siehe Sammlung Perthes Gotha.

Im August 2003 wurde aus der Justus Perthes Verlag Gotha GmbH durch erneute Umfirmierung die Klett-Perthes Verlag GmbH.

Im Dezember 2004 wurde das Archiv 'Justus Perthes Geographische Verlagsanstalt Darmstadt' (1. April 1953 bis 31. März 1994) in die Perthes-Sammlung Gotha (Externer LinkForschungsbibliothek Gotha) überführt. Die renommierte Zeitschrift Petermanns Geographische Mitteilungen musste im 149. Jahrgang in Gotha eingestellt werden.

Im Herbst 2005 wurde der Verlagsbereich 'Schulbuch' zum Ernst Klett Verlag Leipzig verlagert.

2008 firmierte die Klett-Perthes Verlag GmbH in Gotha erneut um in Ernst Klett Verlag GmbH, Niederlassung Gotha, Programmbereich Klett-Perthes.

Damit erlosch nach knapp 223 Jahren der bis dahin stets firmenrechtlich selbständige Verlag mit dem Namen bzw. Namensbestandteil 'Justus Perthes' am Standort Gotha.

2010: Die Stadt Gotha wurde Eigentümerin der Grundstücke Justus-Perthes-Straße 1-9 (künftig Perthes-Forum) und Gotthardstraße 6 (Perthes-Villa: 1890 bis 1953).

Damit endeten die unternehmerischen Aktivitäten der Familie Perthes in Gotha nach sieben Generationen und fast 225 Jahren.

 

Die Sammlung Perthes Gotha wurde 2010 wegen umfangreicher Baumaßnahmen zur Errichtung des Perthes-Forums Gotha bis 2015 nach Erfurt ausgelagert. Offizieller Baubeginn der "größten Kulturbaustelle Thüringens" - im Beisein von Vertretern aus Bundes- und Landesregierung sowie der Stadt Gotha - war am 2. Februar 2012.

 

Im Juni 2011 zog die 'Niederlassung Gotha' des Ernst Klett Verlags wegen der anstehenden Baumaßnahmen in die Gothaer Bahnhofstraße um.

Im Juli 2012 wurde die von der Stadt Gotha mit übernommene 'Perthes-Villa' in der Gotthardstraße 6 abgerissen. Die Villa - ebenfalls 1953 verstaatlicht - war seit DDR-Zeiten in einem erbärmlichen Zustand und konnte nach der Wende trotz vieler Ansätze nicht mehr revitalisiert werden.

 

Eine umfassende Publikation zur Verlagsgeschichte soll neu erarbeitet werden.

Der Ende 2012 in der Forschungsbibliothek Gotha gegründeteExterner LinkArbeitskreis "Verlagsgeschichte Perthes" hat bisher seine Arbeit noch nicht aufgenommen.

Schwerpunkte sollten hier u.a. die Entwicklung des Hauses vor und nach den beiden Weltkriegen sein, weiterhin die Rolle des Verlages Justus Perthes als sog. "kriegswichtiger Betrieb" im "Dritten Reich", die Besatzungszeit, die entschädigungslose Enteignung in der DDR, die Entwicklung des VEB Haack Gotha seit 1953, der Einfluss des DDR-Innenministeriums sowie der Stasi bis zur Wende, Mythenbildung um Personen oder Ereignisse, sowie die Bedeutung des Darmstädter Rechtsnachfolgers über 40 Jahre als eigenständiger Verlag (1953 bis 1994) wie auch für die Weiterführung des Gothaer Verlages nach Jahrzehnten der DDR-Planwirtschaft, im neuen Verbund mit dem Ernst Klett Verlag Stuttgart.

Eine historisch korrekte und umfassende Darstellung dieser ebenso wichtigen wie problematischen Phasen der wechselvollen Verlagsgeschichte - auch im geteilten Deutschland - stellt sich auch rund 15 Jahre nach der Übernahme sämtlicher Archivalien durch die Universität Erfurt immer noch als eine schmerzliche Lücke dar.

 

Recherchen bei der Externer LinkBStU Berlin und der Externer LinkBStU Erfurt haben erste Externer Link"Inoffizielle Mitarbeiter" des Ministeriums für Staatssicherheit der ehemaligen DDR ermittelt, die im damaligen VEB Hermann Haack Gotha beschäftigt waren. Zunächst wurden GI/IMS "Prager" (Verlagsleiter Manfred Weiß, IM-Tätigkeit 1960-1980), GI/IMS "Klaus" (IM-Tätigkeit 1966-1987, Kartographie) und IMS "Branko" (IM-Tätigkeit 1972-1989, Redaktion) als Informelle Mitarbeiter der Stasi eindeutig nachgewiesen. Bisher wurden dazu rund 440 Seiten Personalakten und mehr als 2.000 Seiten Berichtsakten aufgefunden. Die Recherchen werden fortgesetzt.

 

Im November 2014 wurde der Neubau des Perthes-Forums Gotha an die künftigen Nutzer übergeben. Die historischen Gebäude des Verlages in der Justus-Perthes-Straße 3-9 wurden von 2012 bis 2014 mit einem Volumen von rund 11.000 m² Bruttofläche (rund € 18,2 Mio.) saniert, umgebaut und erweitert. Dieses Bauvorhaben wurde aus Mitteln der EU, des Bundes, des Freistaats Thüringen und der Stadt Gotha finanziert.

Bis Juli 2015 war auch die Sammlung Perthes Gotha in die historischen Räume zurückgekehrt.

 

Im Beisein von Frau Prof. Monika Grütters MdB, Staatsministerin für Kultur und Medien, und vieler Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft wurde das Perthes-Forum Gotha am 6. November 2015 feierlich eröffnet.

Externer LinkPressemitteilung der Bundesregierung,

Externer LinkAnsprache Prof. Monika Grütters MdB,

Externer LinkArtikel der Bundesregierung "Eröffnung des Perthes-Forums"

 

Heute sind im Perthes-Forum Gotha umfängliche Depotbestände sowie Werkstätten der Stiftung Schloss Friedenstein untergebracht; dazu wesentliche Bestände der Forschungsbibliothek Gotha mit dem Schwerpunkt der „Sammlung Perthes“, die mit 185.000 Karten, 125.000 Bänden und ca. 800 lfm Akten die Verlagstätigkeit in Gotha und Darmstadt von 1785 bis etwa 1992 dokumentiert; sowie - last but not least - das Thüringische Hauptstaatsarchiv Gotha.

 

Seit 2015 werden die Externer Link"Gothaischen Genealogischen Handbücher" von der Externer LinkStiftung Deutsches Adelsarchiv herausgegeben, die im Jahr 2013 die Namensrechte am "Almanach de Gotha" vom Verlag Ernst Klett, Stuttgart erworben hat.

 

Zum 31. März 2016 wurde die "Zweigniederlassung Gotha" des Ernst Klett Verlags geschlossen; die restlichen Verlagsaktivitäten wurden zum Ernst Klett Verlag Leipzig verlagert.

Damit endet die verlegerische Aktivität des Hauses Justus Perthes (Haack, Klett) nach gut 230 Jahren. Teile der Verlagstätigkeit werden beim Ernst Klett Verlag Leipzig fortgeführt.

 

Am 19. März 2017 wurde der Dokumentarfilm "Die Kartenmacher aus Gotha" von Otto Schuurman und Externer LinkJoachim Jäger in Gotha uraufgeführt. Der Film zeigt in knapp 80 Minuten emotional bewegende, sachlich informative Aussagen vieler Zeitzeugen aus den Jahren 1990 bis 2015, ergänzt durch einzigartige historische Zeitdokumente aus Gotha und Darmstadt. Dieses Langzeit-Filmprojekt wurde maßgeblich von der Externer LinkKulturstiftung der Länder mit unterstützt.

Der Externer LinkBlog der Forschungsbibliothek Gotha enthält weiterführende Beiträge zur Rezeption der Uraufführung im Gothaer Cineplex-Kino, zum Hintergrund und zur Entstehung des Films.

Aufführungen des Films fanden außerdem statt in der Externer LinkNederlandse Filmacademie Amsterdam, bei der Externer LinkGeographischen Gesellschaft zu Leipzig, und sollen weiterhin 2017 / 2018 in Gießen, Darmstadt, Gotha, Erfurt und Berlin stattfinden (ff.).

 

Zum Hintergrund der Sammlung Perthes Gotha

Zur laufenden Entwicklung der Sammlung Perthes Gotha, ihrer Erhaltung und Erschließung informiert umfassend die Externer LinkForschungsbibliothek Gotha auf uni-erfurt.de/sammlung-perthes.

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